Checkliste, bevor Sie den Mietwagen abholen: So vermeiden Sie Probleme gleich zu Beginn der Ferien

Checkliste, bevor Sie den Mietwagen abholen: So vermeiden Sie Probleme gleich zu Beginn der Ferien

Ein Mietwagen bedeutet Freiheit und Flexibilität – besonders in den Ferien. Doch wer unvorbereitet an den Schalter tritt, riskiert Ärger, Zusatzkosten oder unnötigen Stress. Kleine Nachlässigkeiten wie fehlende Dokumente, unbemerkte Kratzer oder unklare Versicherungsbedingungen können schnell die Ferienstimmung trüben. Mit dieser Checkliste starten Sie entspannt und gut vorbereitet in Ihre Reise.
Vor der Abreise: Dokumente und Buchung prüfen
Bevor Sie überhaupt am Mietwagenschalter stehen, sollten Sie einige Punkte bereits zu Hause klären.
- Führerausweis und Ausweis – Stellen Sie sicher, dass Ihr Führerausweis im Reiseland gültig ist. In manchen Ländern ist zusätzlich ein internationaler Führerausweis erforderlich. Nehmen Sie auch Ihren Pass oder Ihre Identitätskarte sowie eine Kreditkarte auf Ihren Namen mit.
- Buchungsbestätigung und Vertrag – Drucken Sie die Bestätigung aus oder speichern Sie sie auf Ihrem Smartphone. Kontrollieren Sie, ob alle Angaben stimmen: Abholort, Zeit, Fahrzeugkategorie und Preis.
- Versicherungsschutz – Prüfen Sie, welche Versicherungen im Mietpreis enthalten sind. Oft lohnt es sich, die Deckung Ihrer Reiseversicherung zu vergleichen – diese kann unter Umständen bereits die Selbstbeteiligung abdecken.
- Kreditkarte für die Kaution – Die meisten Vermieter verlangen eine Kreditkarte (keine Debitkarte) für die Kaution. Achten Sie darauf, dass Ihr Kreditrahmen ausreicht – die Beträge können mehrere Hundert Franken betragen.
Bei der Abholung: Fahrzeug sorgfältig kontrollieren
Auch wenn Sie am liebsten sofort losfahren möchten – nehmen Sie sich Zeit für eine gründliche Kontrolle. Das kann Ihnen später viel Ärger ersparen.
- Schäden dokumentieren – Gehen Sie um das Auto herum und achten Sie auf Kratzer, Dellen oder Steinschläge. Fotografieren Sie das Fahrzeug von allen Seiten, auch Felgen und Windschutzscheibe. Bestehen Sie darauf, dass alle vorhandenen Schäden im Übergabeprotokoll vermerkt sind.
- Ausrüstung prüfen – Kontrollieren Sie, ob Lichter, Scheibenwischer, Klimaanlage und Reifen funktionieren. In der Schweiz und im Ausland ist oft bestimmte Sicherheitsausrüstung vorgeschrieben, etwa Warndreieck, Warnweste und Ersatzrad.
- Tankstand notieren – Überprüfen Sie, wie viel Treibstoff im Tank ist. In der Regel müssen Sie das Fahrzeug mit demselben Füllstand zurückgeben.
- Kilometerstand vergleichen – Stimmen Sie den Kilometerstand mit dem Vertrag ab, um Missverständnisse zu vermeiden.
Versicherung und Selbstbehalt verstehen
Versicherungsbedingungen sind oft komplex, aber entscheidend, um im Schadensfall richtig zu reagieren.
- CDW (Collision Damage Waiver) deckt in der Regel Schäden am Fahrzeug, jedoch nicht immer Reifen, Unterboden oder Glas.
- Diebstahlversicherung (TP) schützt bei Fahrzeugdiebstahl, allerdings bleibt meist ein Selbstbehalt bestehen.
- Zusatzversicherungen wie „Super CDW“ oder „Zero Excess“ können den Selbstbehalt auf null reduzieren – prüfen Sie, ob sich der Aufpreis für Ihre Reise lohnt.
- Drittanbieter-Versicherung – Wenn Sie über ein Online-Portal oder Reisebüro gebucht haben, kann die Versicherung dort liegen. Lesen Sie die Bedingungen genau, um im Schadensfall zu wissen, an wen Sie sich wenden müssen.
Während der Fahrt: Sicher und regelkonform unterwegs
Sobald Sie auf der Strasse sind, gilt es, sicher und verantwortungsvoll zu fahren – und unnötige Kosten zu vermeiden.
- Verkehrsregeln beachten – Informieren Sie sich über die lokalen Vorschriften: Tempolimits, Parkregeln und Promillegrenzen unterscheiden sich von Land zu Land. In der Schweiz gilt z. B. eine Promillegrenze von 0,5.
- Belege aufbewahren – Heben Sie Quittungen für Maut, Parkgebühren oder Treibstoff auf. Sie können hilfreich sein, falls später Unklarheiten entstehen.
- Nur autorisierte Fahrer – Nur Personen, die im Vertrag eingetragen sind, dürfen das Fahrzeug lenken. Andernfalls kann der Versicherungsschutz erlöschen.
Bei der Rückgabe: Alles dokumentieren
Am Ende der Ferien ist eine korrekte Rückgabe entscheidend, um spätere Forderungen zu vermeiden.
- Volltanken – Bei einer „voll zu voll“-Regelung muss der Tank bei Rückgabe gefüllt sein. Bewahren Sie die Tankquittung als Nachweis auf.
- Fahrzeugkontrolle mit Personal – Lassen Sie das Auto gemeinsam mit einem Mitarbeitenden prüfen und sich schriftlich bestätigen, dass keine neuen Schäden vorhanden sind.
- Fotos machen – Fotografieren Sie das Fahrzeug und den Kilometerstand erneut. Diese Bilder sind Ihr bester Beweis, falls nachträglich Ansprüche gestellt werden.
- Unterlagen aufbewahren – Behalten Sie Kopien von Vertrag, Quittungen und Rückgabeprotokoll mindestens einige Wochen.
Zusätzliche Tipps: Stress und Zusatzkosten vermeiden
- Zeitpuffer einplanen – Besonders an Flughäfen kann es zu Wartezeiten kommen. Planen Sie genügend Zeit für Abholung und Rückgabe ein.
- Kleingedrucktes lesen – Zusatzgebühren für verspätete Rückgabe, Zusatzfahrer oder GPS sind häufig. Prüfen Sie alles, bevor Sie unterschreiben.
- Freundlich bleiben – Ein höflicher Umgangston erleichtert vieles – auch, wenn es einmal Unstimmigkeiten gibt.
Gut vorbereitet in die Ferien starten
Ein Mietwagen kann Ihre Ferien bereichern – vorausgesetzt, Sie gehen gut vorbereitet an die Sache heran. Mit einer sorgfältigen Kontrolle, klaren Vereinbarungen und etwas Aufmerksamkeit vermeiden Sie die meisten Probleme. So steht einer entspannten Fahrt und unvergesslichen Erlebnissen nichts mehr im Weg.










